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Der Kantar Media Social Media-Newsletter #04

31. Oktober 2014 Nicht kategorisiert 0 Verfasst von admin

Jede Woche tragen wir interessante Nachrichten aus der Social Media-Welt für Sie zusammen. Twitter hat diese Woche zugesagt, dass IBM so ziemlich alle Daten der Social Media Plattform erhalten wird, die App Cloth will ein vritueller Kleiderschrank werden und in Großbritannien startete unter Kritik eine App, die vor Selbstmord warnen soll.

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  • Twitter kooperiert mit IBM

Twitter liefert künftig seine Daten direkt an IBM. Mit ihnen werden die Analyse-Programme von IBM gefüttert, deren Ergebnisse dann helfen sollen Business-Fragen zu beantworten. Außerdem werden die etwa 10.000 Unternehmensberater bei IBM Zugriff auf die umfassenden Daten erhalten, die von Twitter-Nutzern weltweit generiert werden, und sind künftig in der Lage, den gesamten öffentlichen Twitter-Stream in Real-time auszuwerten. Doch nicht nur das: Darüber hinaus stellt Twitter dem IT- und Beratungsunternehmen sein gesamtes Tweet-Archiv zur Verfügung, dass bis ins Gründungsjahr 2006 zurückreicht. IBM wird die Twitter-Daten vor allem für ExpierienceOne nutzen, dem Portfolio für Marketing- und Vertriebs-Software, und für Bluemix, der Cloud-Entwicklungs-Plattform. Auch der IBM-Supercomputer „Watson“ wird zum Auswerten der Daten eingesetzt werden.

Dick Costolo, CEO von Twitter, sagte zu der neuen Kooperation: „Bisher wurde nur an der Oberfläche dessen gekratzt, was möglich ist.“  Letztendlich sucht Twitter nach Wegen, mehr von den User-Daten zu profitieren, während sich der Zuwachs an neuen Nutzern verlangsamt. Die umfassende Zusammenarbeit mit IBM war erst möglich gewesen, nachdem Twitter den Social-Data-Provider Gnip übernommen hatte. Erst dadurch ist es möglich, Daten in diesem Umfang externen Partnern zur Verfügung zu stellen.

  • „Viners“ Huw Samuel und Leslie Wai werden für „Pizza Quest“

Zunehmend werden Social-Media-Protagonisten für Kampagnen eingesetzt. War es vor Kurzem der Illustrator @DrawnYourTweet, der sich auf Twitter für die britische Lottogesellschaft ins Zeug legt, sind es nun Huw Samuel und Leslie Wai, die als Social Media-Markenbotschafter fungieren. Zusammen haben sie mehr als 120.000 Follower auf der Kurz-Video-Plattform Vine, und werden bis Ende 2015 sechssekündige Videos für die Kampagne „Pizza Quest“ des Pizza-Lieferanten Domino’s produzieren.

Die Kampagne wurde von der Media-Agentur Agency entwickelt und soll vor allem Besucher auf den Blog von Domino’s locken. Die Videos werden daher nicht nur auf dem Vine-Account der beiden zu sehen sein, sondern auch im Blog von Domino’s eingebunden. Rural Patel, der Digital Campaign Manager bei Domino’s: „Wir suchen ständig nach innovativen Ideen, um nicht nur Content zu produzieren, sondern auch, um Paid, Owned und Earned Content zu verbreiten.“

  • Cloth will das neue Fashion-Instagram werden

Cloth ist eine App, mit der Nutzer ihren Kleiderschrank für andere öffnen können. Sie können sich in Ihren Lieblings-Outfits fotografieren, die Bilder kategorisieren und teilen. Die Styles können dann bewertet und kommentiert werden. Nach einer zweijährigen Beta-Phase wurde Cloth nun in im App-Store gelauncht. Das Ziel ist dabei klar: Es soll eine Community entstehen, die sich in Mode-Fragen durch user-generated Content inspiriert. Gründer des Start-Ups ist der Journalist Seth Porges. „Wir wollen eine App machen, die es Menschen erleichtert, was sie mit ihren Smartphones und ihrer Kleidung ohnehin tun“, so Porges.

Mit Cloth kann ein virtueller Kleiderschrank mit Bildern angelegt werden, die mit Tag versehen anderen die Möglichkeit geben, nach bestimmten Kleidungsstücken zu suchen. Außerdem bietet die App Wetterinformationen, damit man zu jeder Witterung passend angezogen ist.

  • Samaritans Radar App sucht nach Tweets von Suizidgefährdeten

Samaritans ist in Großbritannien eine Hilfsorganisation, die sich gegen Selbstmord engagiert. Die Organisation entwickelte nun eine App, die herausfinden soll, wenn Tweets auf Suizidrisiken hinweisen. Sollte das der Fall sein, werden Freunde und Verwandte entsprechend per Mail gewarnt – vorausgesetzt, die Empfänger haben sich vorher bei der App angemeldet. Joe Ferns, Executive Director of Policy bei Samaritans, betonte, dass nur Tweets ausgewertet würden, die ohnehin öffentlich seien und letztendlich nur eine semantische Auswertung von Tweets liefere, die vielleicht sonst übersehen worden wären. Die App wurde von der Digital-Agentur Jam entwickelt und nutzt eine Twitter API, die vor allem Textnachrichten von 18- bis 35-Jährigen Menschen zur Verfügung stellt.

Die App wurde von einigen Twitter-Usern kritisiert, die sich um die Privatsphären sorgten, allen voran eine ehemalige Mitarbeiterin, die auch beklagte, die App sei zu wenig mit den Mitarbeitern von Samaritans abgestimmt worden. Außerdem sei unklar, wie die App beispielsweise mit Sarkasmus umgehe. Aber immerhin sei die App ein Schritt in die richtige Richtung.

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