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Der Kantar Media Social Media-Newsletter #04

24. Oktober 2014 Nicht kategorisiert 0 Verfasst von admin

Jede Woche tragen wir interessante Nachrichten aus der Social Media-Welt für Sie zusammen. Diese Woche zeigt der Wissenschaflter Lev Manovich, wie Instagram von den Menschen auf dem Maidan in Kiew genutzt wurde, wird Twitter ein Teil der Xbox und ein Illustrator malt die Traumpreise britischer Lotterie-Spieler.

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  • Eine Revolution auf Instagram

Lev Manovich, Professor für Computer-Wissenschaften am Graduate Centre der City University in New York hat eine visuelle Studie mit dem Titel „The Exceptional & Everyday: 114 Hours in Kiev“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die erste Studie, die die Nutzung von Instagram während eines gesellschaftlichenUmbruchs beleuchtet. Mehr als 13.200 Bilder wurden während des  Untersuchungszeitraums zwischen dem 17. und 22. Februar 2014 von 6.165 Menschen in der ukrainischen Hauptstadt über das Soziale Netzwerk geteilt. Auf der Projektseite werden diese analysiert, hinzu kommen Essays und Kommentare zu der politischen Wirkungen vom Instagram.

Der Studie nach unterscheiden sich die Aktivitäten auf Instagram von denen auf Facebook oder Twitter vor allem dadurch, dass Instagram von Demonstranten, Oppositionellen und der Regierung nicht systematisch zur Kommunikation genutzt werde. Eines der markantesten Visualisierungen aus dem Projekt zeigt die hohe Dichte der Instagram Posts und damit die große Zahl von Menschen, die  während der Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei in der Stadt Geschichte dokumentierten.

  • Xbox treibt Twitter Integration voran

Teilnehmer am Preview Programm der Xbox One bekamen einen ersten Eindruck davon, was für ein neues Feature da auf sie zukommt. Dabei geht es um eine tiefere Integration von Twitter in die Spielkonsole. Künftig sind Xbox-Spieler in der Lage, ihre Gaming-Accounts direkt mit Twitter zu verlinken, um beispielsweise Clips zu ihren Spiel-Erfolgen über einen Upload-Button hochzuladen. Gleichzeitig zeigt die neue Live-TV und Twitter Integration, welche Sendungen gerade besonders auf Twitter diskutiert werden, Tweets erscheinen dann in in Echtzeit in einem TV-MiniGuide.

Dieses System-Update zeigt einmal mehr, wie weit die Social Media bei den neuen Spielkonsolen integriert werden kann ist. Erst im September hatten Gamer über die Video-Sharing-Plattform Twitch allein 20 Millionen ihren Spielverlauf beim populäre Titel „Destiny“ gestreamt. Diese beachtliche Zahl zeigt, wie stark die Zielgruppe gewillt ist, Gaming und Social Media miteinander zu verbinden.

  • Facebook bietet Safety Check bei Naturkatastrophen

Facebook hat nun Safety Check eigeführt, einen Service, mit dem sich feststellen lässt, ob Freunde und Familienmitglieder sicher sind, wenn eine Region durch eine Naturkatastrophe bedroht ist. Das Feature überprüft dabei, wo sich Nutzer grade aufhalten. Befindet er sich in der Nähe einer gefährdeten Region, fragt das Feature nach, ob alles in Ordnung ist. Der Empfänger der Anfrage muss dann nur noch den Button „I’m safe“ drücken, wenn er in Sicherheit ist.

Der Safety Check funktioniert in der Android- und iOS-App sowie der Desktop-Version von Facebook. Die Funktion ist dabei so schlicht gehalten, dass sie auch mit einfachen Handys, so genannten Feature Phones, die besonders in Entwicklungsländern verbreitet sind, genutzt werden kann.

  • Gezeichnete Lotterie-Gewinne in UK

Camelot, Großbritanniens Lotterie-Veranstalter, hat in Kooperation mit @DrawnYourTweet seine Facebook Fans und Twitter Follower gefragt, was sie am liebsten gewinnen würden. Hinter dem Twitter-Account @DrawnYourTweet steckt Scott Weston, Illustrator aus Stourbridge, der Tweets anderer Menschen in lustige Cartoons umsetzt. Jetzt wird er in der Camelot-Kampagne aktiv die Wunsch-Gewinne zeichnen und twittern. Die Aktion soll den Launch der neuen Instant Win Games von Camelot promoten. Die besten und kreativsten Wünsche werden von einer Jury ausgewählt, zu der auch die Social Media-Agentur von Camelot, Kindred, gehört.
Martyn Baxtor, der Head of Instant Games bei Camelot, verfolgt damit nach eigenem Bekunden auch das Ziel, die Lottospieler verstärkt auf die eigenen digitalen und mobilen Plattformen zu locken. Während der Kampagne können Online-Spieler auch andere Nutzer nach ihren Traumgewinnen fragen und diese direkt zeichnen und teilen, um dabei eine Millionen Britische Pfund zu gewinnen. „So können wir unseren Spielern mehr Spaß vermitteln, ihre Traumgewinne zum Leben erwecken und so die Teilnahme an unseren Online-Spielen erhöhen“, so Baxter.

  • Mit Fabric gibt Twitter Entwickeln neuen Schub

Bei der ersten Twitter Flight Conference nach dem Börsengang des Unternehmens war das Highlight der Launch des neuen Services Fabric, der Entwicklern bei Ihrer Arbeit unter die Arme greifen soll – beispielsweise, indem Abstürze ihrer Software analysiert werden, bei der Erstellung von mobilen Anzeigen und Real-Time Einbettung von Twitter-Informationen in neue Angebote unterstütz wird. Damit holt Twitter zu Amazon, Facebook und Google auf, die seit langem ähnlichen Support für externe Entwickler bieten.

Fabric bietet im Kern drei Service-Komponenten: Mit MoPub einen Dienstleister, der im vergangenen Jahr übernommen wurde, und Entwicklern helfen soll, ihre Produkte zu monetisieren. Crashlytics gehört ebenfalls seit 2013 zu Twitter und soll Entwicklern beim Debugging helfen. Das neue TwitterKit wurde auf der Konferenz gelauncht und erlaubt die nahtlose Integration von Twitter-Daten in externe Angebote.

Ebenfalls wurde während der Flight ein vereinfachtes Passwort-System für externe Apps anderer Anbieter mit dem Namen Digits vorgestellt. Digits soll Schluss machen mit der Eingabe kryptischer Passwörter und Nutzernamen während der Authentifizierung bei Angeboten Dritter. Stattdessen kommen SMS-Bestätigungen zum Einsatz, was von dem Hintergrund Sinn macht, dass Twitter vor allem auf mobile Anwendungen fördern will. Auf der Entwicklerseite zu Digits schreibt Twitter, dass die Emerging Markets 70 Prozent der weltweiten mobilen Internetnutzer stellen. Entwickler können über Digits kostenlose Bestätigungs-SMS in mehr als 216 Länder in 28 Sprachen senden. Möglich wurde das durch Kooperationen mit Mobilfunkanbietern auf der ganzen Welt.

Die Abfrage von Mobilfunknummern stellt außerdem eine sicherer Verbindung zum Nutzer her, als die Abfrage von E-Mail-Adressen, die öfters gewechselt oder gar nur für eine Anmeldung eingerichtet werden. So gesehen könnte Digits zum eigentlich relevanten Treiber im ganzen Fabric-Programm avancieren.

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