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Der wöchentliche Kantar Media Social Media-Newsletter #02

10. Oktober 2014 Nicht kategorisiert 0 Verfasst von admin

Jede Woche tragen wir interessante Nachrichten aus der Social Media-Welt für Sie zusammen. Diese Woche analysieren wir die Übernahmen durch Facebook und Twitter und berichten unter anderem über ein Start-up, das die Verbreitung von Krankheiten mit Social Media-Monitoring nachverfolgt.

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  • Was die Übernahmen durch Facebook und Twitter verraten

Die Übernahmen durch Facebook und Twitter geben Aufschluss darüber, welche Strategien die beiden Social Media-Plattformen verfolgen. Insgesamt haben die beiden Unternehmen in der Vergangenheit mehr als 90 Unternehmen übernommen. Daran, welche Unternehmen den Besitzer gewechselt haben, lässt sich erkennen, mit welchen Trends die beiden großen Netzwerke künftig rechnen. Analysen von Kantar Media haben gezeigt, dass es bei 64 Prozent der Übernahmen durch Facebook und bei 44 Prozent der Übernahmen durch Twitter vor allem darum ging, Kompetenz von Mitarbeitern ins eigene Unternehmen zu holen. Mobile Anwendungen waren bei Twitter für 24 Prozent bei Facebook  für 36 Prozent der Grund für Akquisitionen. Unser aktuelles White Paper „Facebook & Twitter: the future through acquisitions“ analysiert das Thema. Hier geht es zum Download.

Die beiden Plattformen haben am meisten konkurriert, wenn es um Übernahmen von bild- und videolastigen Anbietern ging. Im Fall von Instagram zum Beispiel gab zunächst Twitter ein Angebot ab, bis am Ende Facebook erfolgreich war. Doch trotz ähnlicher Interessenlage an möglichen Übernahmekandidaten ist damit nicht automatisch gesagt, dass Twitter und Facebook auch die selben Ziele verfolgen. Facebook setzt vor allem auf die sozialen Bindungen zwischen den Menschen bis hin zu geschlossenen Gruppen, während die Kommunikation bei Twitter nach wie vor komplett öffentlich stattfindet. Die Strategien von Facebook und Twitter unterscheiden sich also grundsätzlich. Facebook wird sein Angebot vermutlich durch eine Reihe von Apps ergänzen, Twitter hingegen will seine eigene Plattform zum zentralen und ersten „social newswire“ ausbauen.

  • Start-up-Sickweather trackt die Verbreitung von Krankheiten

Das Start-up Sickweather will durch Social Media-Monitoring die Verbreitung von Krankheiten nachvollziehen, beispielsweise das Vorkommen von Allergien, Magen-Darm-Problemen aber auch die Verbreitung von Ebola und dem Enterovirus. Das Unternehmen trackt dafür, wie oft in Social Media-Kanälen, vor allem auf Facebook und Twitter, von entsprechenden Symptomen berichtet wird. Danach werden die Erwähnungen in eine Landkarte übertragen, um in Echtzeit zu analysieren, wo eine Krankheit auftaucht und wie sie sich verbreitet hat. Die Ergebnisse werden zusätzlich mit historischen Daten abgeglichen, um voraussagen zu können, wie sich eine Krankheit ausbreiten wird.

Der Mitbegründer von Sickwaether, Graham Dodge, hält eine direkte Zusammenarbeit mit den Centers for Disease Control (CDC) in den USA im Rahmen eines dortigen Projekts mit dem Namen „Operation Dragon Fire“ für möglich. Derzeit benötigen die CDCs etwa zwei Wochen, bis brauchbare Daten zur Verbreitung von Krankheiten zusammengetragen sind. Sickweather will diesen Prozess künftig beschleunigen.

  • Iran zensiert „Rich Kids of Tehran“

Verschiedenen Quellen zufolge hat Iran den kontrovers diskutierten Instagram-Account „Rich Kids of Tehran“ zensiert und zusammen mit der entsprechenden Facebook-Seite vom Netz genommen. Auf den Seiten werden Bilder von jungen und wohlhabenden Iranern gezeigt, unter anderem auch Frauen in Bikinis, Bier trinkend und nicht in „Hijabs“ gekleidet, was in dem islamisch geprägten Land als vulgär gilt.

Seitdem der Account am 13. September gestartet wurde, konnte er 70.000 Follower generieren und erzeugte weltweite mediale Aufmerksamkeit. Beobachter kritisierten allerdings, dass die gezeigten Personen in Gefahr geraten könnten. Diese Sorge mag berechtigt sein, wurden doch erst kürzlich sechs Iraner zu 91 Peitschenhieben verurteilt, weil sie ein Video auf Youtube gestellt hatten, auf dem sie zu dem Song „Happy“ von Pharrell Williams tanzten.

Marken nutzen UKs große Backshow

Mehr als 13,3 Millionen TV-Zuschauer haben in Großbritannien auf BBC1 das Finale der „Great British Bake Off“ verfolgt, ein TV-Back-Wettbewerb, der auf der Insel sehr populär ist. Dabei wurden 53.573 Tweets mit dem Hashtag #GBBOfinal abgesetzt. Das haben sich in diesem Jahr Marken zunutze gemacht, und das um stattliche 217 Prozent öfter als 2013. Während des Finales haben viele Unternehmen ihre Produkte promotet, etwa Fertigprodukte. Zum Beispiel twitterte Aldi: „It’s the #GBBOfinal, so we’ve made our own Piece Montee. It’s only two layers but we like the look of it!“ Andere kommentierten eher die humoristische Seite und die Dramatik der Show, wie beispielsweise Paddy Power. Die Analyse der Tweets zeigt unter anderem, dass die weibliche Moderation der GBBO, Mary Berry, 44.770 Erwähnungen erzielte, während ihr Kollege, Paul Hollywood, nur auf 16.400 kam.

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